Schulprogramm Deutsch Leistungsbewertung

Konzept der Schule
Vereinbarungen der Fachkonferenz Deutsch zur Leistungsbewertung

Grundlagen der Leistungsbewertung

Gemäß der verbindlichen Grundsätze (§ 48 SchulG, APO-SI § 6) haben bei der Beurteilung der von Schülerinnen und Schüler erbrachten Leistungen „Schriftliche Arbeiten“ [→ Übersicht über Zahl und Dauer] und „Sonstige Leistungen im Unterricht“ den gleichen Stellenwert. Ergebnisse zentraler Lernstandserhebungen werden lediglich ergänzend berücksichtigt .

Schriftliche Lernerfolgsüberprüfungen sind so angelegt, dass die Kriterien für die Notengebung transparent sind und dass die Überprüfungsform Erkenntnisse über die individuelle Lernentwicklung ermöglicht.

„Für alle Klassenarbeiten gilt, dass von Beginn an nicht nur die Richtigkeit der Ergebnisse und die inhaltliche Qualität, sondern auch die angemessene Form der Darstellung wichtige Kriterien für die Bewertung sind. Dazu gehört auch die Beachtung der angemessenen Stilebene, der korrekten Orthographie und Grammatik. Gehäufte Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit (Rechtschreibung und Zeichensetzung) führen zu einer Absenkung der Note im Umfang einer Notenstufe. Im Gegenzug bedingt ein hohes Maß an sprachlicher Sicherheit eine entsprechende Notenanhebung.“ KLP Deutsch G8

Notenstufen in Prozent als Grundlage für die Punktverteilung in Klassenarbeiten der Sekundarstufe I
Note
sehr gut gut befriedigend ausreichend mangelhaft ungenügend
Anteil
100% - 90% 89% - 73% 72% - 58% 57% - 45% 44% - 21% 20% - 0%

Beim Vorliegen einer Lese-/Rechtschreibschwäche gelten die Bestimmungen des entsprechenden → LRS-Erlasses.

Der Bewertungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ erfasst vor allem die Qualität und Kontinuität der mündlichen Beiträge im Unterrichtsgespräch und das Arbeitsverhalten in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit. Die Notengebung orientiert sich an den Kriterien in der unten folgenden Tabelle.

In den weiteren Bereichen der „Sonstige(n) Leistungen“ wie schriftliche Übungen, Protokolle, Portfolios, Präsentationen, Referate, Rollenspiele etc. werden die Kompetenzerwartungen und Kriterien der Leistungsbewertung den Schülerinnen und Schülern transparent gemacht.

Hausaufgaben ergänzen die schulische Arbeit und dienen u.a. dazu, das im Unterricht Erarbeitete einzuüben und anzuwenden. Die Qualität von Hausaufgaben wird deshalb in der Regel nicht benotet. Ihre Bearbeitung ist aber meist Voraussetzung für die unterrichtliche Mitarbeit, sodass Unterrichtsbeiträge auf der Basis von Hausaufgaben in die Leistungsbewertung einfließen.


Note
Quantität der mündl. Beiträge
Qualität der mündl. Beiträge
Bearbeitung von Aufgaben in EA, in PA und GA
1
Kontinuierliche und selbst initiierte Beiträge in jeder Unterrichtsstunde
Neben sicherer Reproduktion gelernter Unterrichtsinhalte vor allem häufige Entwicklung weiterführender Unterrichtsbeiträge
(z.B.: Transferleistungen, Einbeziehung von Mitschülerbeiträgen, Impulse für Weiterarbeit, Entwicklung von Problemlösungsvorschlägen und kritischen Aspekten…)
Stets selbstständige, zügige, vollständige und konzentrierte Bearbeitung der Unterrichtsmaterialien mit sachlich korrekten Ergebnissen und deren qualitativ hochwertiger Präsentation
  • PA und GA wird auf der Grundlage aller konstruktiven Vorschläge der Gruppe initiiert und sachorientiert zum Ergebnis geführt
2
Regelmäßige, selbst initiierte Beiträge in jeder Unterrichts­stunde
Sichere Reproduktion gelernter Unterrichtsinhalte, zum Teil auch Entwicklung weiterführender Unterrichtsbeiträge
Nahezu selbstständige, konzentrierte und zügige Bearbeitung der Unterrichtsmaterialen, mit vollständigen und weitgehend korrekten Ergebnissen
  • PA und GA ist auf der Grundlage aller konstruktiven Vorschläge der Gruppe engagiert, sach- und ergebnisorientiert
3
Häufigere, selbst initiierte Beiträge in nahezu jeder Unterrichtsstunde
Sichere Reproduktion gelernter Unterrichtsinhalte, nur selten Entwicklung weiterführender Unterrichtsbeiträge
Vorwiegend selbstständige und konzentrierte Bearbeitung von Unterrichtsmaterialien mit überwiegend sachlich korrekten Ergebnissen
  • PA und GA ist sach- und ergebnisorientiert
4
Gelegentliche, selbst initiierte Beiträge
Reproduktion gelernter Unterrichtsinhalte in Grundzügen, Transferleistungen nur ansatzweise möglich
Teilweise unselbstständige und unkonzentrierte Bearbeitung von Unterrichtsmaterialien, Ergebnisse entsprechen in Grundzügen den Anforderungen
  • Mitarbeit in der Gruppe entwickelt sich nur zögerlich und ist meist wenig zielführend
5
Kaum freiwillige Beiträge, fast immer nach Aufforderung
Reproduktion gelernter Unterrichtsinhalte unvollständig und zum Teil fehlerhaft, keine Transferleistung möglich
Selbst nach Aufforderung häufig nur unkonzentrierte, fehlerhafte und unvollständige Bearbeitung von Unterrichtsmaterialien
  • PA und GA zeigt keine zielführende Zusammenarbeit mit anderen Schülern
6
Keine Mitarbeit, auch nicht nach Aufforderung
Reproduktion von Unterrichtsinhalten nicht möglich Nahezu keine und in hohem Maße fehlerhafte Bearbeitung der Unterrichtsmaterialien
  • Verweigerung oder Störung der Mitarbeit in der Gruppe


Autorisation: Fachkonferenz Deutsch
Letzte Änderung: 30.08.2016